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Nana & Janosch heiraten - Zwischenstand Mai 2018

Es ist Anfang Mai und somit nur noch etwas mehr als zwei Monate bis zu unserem großen Tag. Mega aufregend kann ich euch sagen.

 

Die offenen Punkte auf der To-Do-Liste werden immer weniger, aber es stehen dennoch welche drauf! Ich muss zugeben, so eine Hochzeitsplanung ist nicht ohne und ich sage das, obwohl ich schon etliche Hochzeiten besucht & begleitet habe und wirklich viel Erfahrung mitbringe. Wie es halt immer so ist: manchmal kommt das Leben einfach dazwischen und es läuft nicht alles so, wie man sich das vorgestellt hat.

 

Angefangen haben wir mit unserer Gästeliste, der Locationsuche, Bandauswahl, dem Termin beim Standesamt und der Auswahl eines Trauredners, sowie der Traulocation. Und da ging es auch schon los mit den Herausforderungen:

 

Unser Trauredner, wo wir felsenfest überzeugt waren, dass er unsere Zeremonie durchführen wird, konnte uns unseren Wunsch gesundheitsbedingt nicht erfüllen und sagte ab.

Unsere Wunschlocation für die Trauung: der Reiterhof von Janosch Mum. Wir haben alles durchgesprochen, uns gefreut und dann wurde es uns 'madig' geredet.

 

Obwohl wir natürlich darüber nachgedacht hatten was sei, wenn es regnen würde, konfrontierte uns eine Person permanent mit dem Matsch und dem Dreck, der ja da wäre wenn es nicht trocken sein sollte und wie anschließend die Kleidung der Gäste und mein Kleid aussehen würde und und und. Nach langer Diskussion, waren wir letztendlich total verunsichert und überlegten, ob wir eine andere Traulocation suchen sollten, vielleicht der Garten an unserer Feierlocation oder irgendwas dergleichen.

 

Vielleicht verstehst du was ich meine, wenn ich sage, dass ich mir in meinem Kopf schon alles so wundervoll ausgemalt hatte, genaue Vorstellungen davon hatte, wie es aussehen wird und auch wie es sich anfühlen wird. Janosch & ich sind beide in Hückeswagen groß geworden - haben also eine Verbindung hierher und ganz abgesehen davon, dass der Hof traumhaft schön ist, gehört er seiner Mum, sodass man sich dort auch einfach Zuhause und sehr wohl fühlt. 

Nach einigen Gesprächen mit Freunden und Familie habe ich mich nun breitschlagen lassen, den Traugarten unserer Feierlocation in Wuppertal anzuschauen, doch die wundervolle Betriebsleitung unserer Location (Marie) merkte schon bevor wir den Garten überhaupt gesehen haben, dass etwas nicht stimmte und fragte nach dem ursprünglichen Plan. Dank ihrem Zuspruch, dass alles gut würde und man den Gästen durchaus zu verstehen geben kann, dass sie sich ein zweites Schuhwerk mitbringen sollten, einen wunderschönen Teppich auslegen kann, usw., entschieden wir schnell, dass wir doch in der 'Wüste' (Reiterhof) heiraten werden!

 

 

Mega schön oder? 

 

Wenn die Sonne so scheint und vor allem lange vorher geschienen hat, dann ist natürlich alles trocken und nix ist matschig. Dennoch hat diejenige Person ja irgendwo recht, wenn sie sagt, dass es regnen könnte, die Kleider schmutzig werden, alles nicht mehr so schön ist, usw. Alle Brautpaare, die im freien heiraten wollen, kennen diese Herausforderung zu gut - ein Plan B ist einfach absolut notwendig und kann nicht ausgelassen werden.

 

Da es organisatorisch schon relativ aufwendig ist, einen Reiterhof in eine Traulocation zu verwandeln und man dafür sehr viele helfende Hände, Vorarbeit und Kreativität benötigt, haben Janosch & ich beschlossen, die Trauung in der Reithalle zu planen. Und die Idee mit der Außen-Trauung zu revidieren. So kann uns einfach nichts passieren. Wenn es schön wird, haben wir die Möglichkeit die großen Tore zu öffnen, sodass ein leichtes Lüftchen weht, die Gäste und wir stehen nicht in der prallen Sonne, es gibt keine harten Schatten im Gesicht (dann sind die Fotos schöner) und FALLS uns das WETTER einen STRICH durch die Rechnung machen SOLLTE und es wirklich regnet - ist das halt einfach so! Vor der Reithalle gibt es keine Matsche, die die Kleider versauen könnte oä.

 

Somit ein Tipp für alle planenden Paare: wenn ihr draußen im Garten feiern möchtet, schaut am besten gleich ob ihr nicht ein schönes helles Segel aufhängt oder ein großes Zelt aufbaut. Falls es regnet, seid ihr geschützt - wenn die Sonne scheint, seid ihr ebenfalls geschützt & heller Stoff gibt wundervolles Fotolicht, sodass eure Fotografin oder euer Fotograf auf jeden Fall happy sein wird!

 

Nachdem die Entscheidung nun fest ist und wir über die Konsequenzen nachgedacht haben, freuen wir uns einfach total drauf das Ganze vorzubereiten und besonders freuen wir uns natürlich auf die Trauung selbst. Ich bin überzeugt, dass es bezaubernd aussehen wird und der Trauredner, den wir nun gefunden haben, das Ganze auch wundervoll durchführen wird.

Aktuell kann ich wirklich sagen, dass ich ein total gutes Gefühl bei der ganzen Planung habe! 

 

Eine kurze Zeit lang habe ich echt gedacht: Mh dann wird's halt nicht so wie wir es wollten, egal! Wird schon irgendwie! 

Bis mir eingefallen ist, dass unser größter Grundsatz für die Hochzeit war: wir lassen uns von niemandem reinreden, wir möchten so heiraten, wie wir uns das vorstellen, auch wenn es nicht alle Traditionen & Bräuche dieser Welt abdeckt.

Denn es ist einfach Fakt, dass es automatisch weniger Spaß macht, wenn man gegen seine Vorstellung arbeitet, damit irgendwer anderes 'glücklich' oder zufrieden ist. Wichtig ist für uns nur eins: das wir zwei uns einig sind! Die einzigen Kompromisse die gemacht werden, sind zwischen uns - mit sonst niemandem.

Natürlich hören wir uns gern Ideen an, Quatschen über Vorschläge und JA KLAR, wenn sie uns gefallen und wir uns einig sind, setzen wir sie selbstverständlich auch um! Es geht hier nicht um Sturheit oder darum, dass wir nicht offen für Ideen sind. ABER wenn uns der Vorschlag halt nicht so gefällt, dann denken wir uns nicht: mh bestimmt ist XY traurig oder gar böse, wenn wir jetzt rote Blumen nehmen und nicht gelbe wie er/sie gesagt hat. Oder unsere Trauung an unserer Wunschlocation machen, die ihr oder ihm nicht passt.

 

Eigentlich ist das nicht nur der Grundsatz für unsere Hochzeitsplanung, sondern für unsere gesamte Beziehung. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass man sich nicht zu schnell von Außen beeinflussen lässt und alle Entscheidungen gemeinsam trifft. Ich halte mir immer folgendes vor Augen: dieser Tag ist der Start in unserer Ehe und die will ich auf keinen Fall verkacken. (Sorry für den Ausdruck.) Also möchte ich keinen Egotrip durchziehen, ich wünsche mir genauso wenig einen von Janosch - somit müssen wir gemeinsam planen, gemeinsam entscheiden, gemeinsam genießen. 

Was ich aber auch nicht möchte ist, dass jemand anderes entscheidet, auch nicht wenn der Mensch uns gut kennt, uns nahe steht oder uns gar auf die Welt gebracht hat. Tipps, Ideen, Ratschläge - JA. Entscheidungen - NEIN. 

 

Was aus dem ganzen einfach super Positiv ist, wir haben aus der Grundidee einfach eine noch bessere & stressfreie Lösung geschaffen, für uns, für unsere Gäste und eventuell(!!) ist dies sogar ein Kompromiss für die, die sich die Trauung nicht auf dem Reiterhof gewünscht haben.

Ich finde, dass man während der Hochzeitsplanung schon wirklich wirklich viele Herausforderungen bewältigen darf, was positiv ist, denn schließlich ist das Leben ja kein Ponyhof und das wollen wir ab der Hochzeit ja für immer gemeinsam rocken!

 



Was hattest du und dein Schatz für 'Stolpersteine' und wie habt ihr sie gelöst?

Schreib mir gern in die Kommentare oder an wedding@nanamila.com

 

🖤

eure Nana

 

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